Serinus corsicana   Lied  IUCN-Redlist

 

Korsischer Zitronengirlitz

Serinus corsicanus (Carduelis corsicanus)

Verbreitungsgebiet und Biotope

Der korsische Zitronengirlitz wird im Freiland besonders auf Korsika (Frankreich) angetroffen, weiterhin auf Inseln wie Sardinien und anderen kleineren Eilanden im toskanischen Archipel (Italien), wovon Elba die bekanntere ist. Er ist im Gegensatz zum gemeinen Zitronengirlitz (Serinus citrinella) kein Vogel der in höheren Berggebieten vorkommt, sondern er brütet in flacheren Regionen, wo ein milderes Seeklima herrscht. Der korsische Zitronengirlitz lebt in felsigen Gebieten, wo Stechpalmen, Steineichen und andere grünbleibende Sträucher wachsen. Er ernährt sich mehr von Saaten der Unkräuter, als Baumsamen, verglichen mit dem europäischen Girlitz (Serinus citrinella). Der korsische Girlitz, wie auch der gemeine europäische Girlitz fallen in Belgien, Niederlanden und Deutschland unter das Gesetz, welches für einheimische Vögel gilt!

Größe: 12,5 cm 

Geschlechtsunterschiede und Unterarten

Das Männchen unterscheidet sich vom Weibchen durch eine ausgebreitere und intensivere gelbe Maske und eine hellere Schnabelfarbe, zudem auch mehr grau im Nacken. Das Weibchen ist über den ganzen Körper blasser in der Farbe und weniger kontrastreich gezeichnet. Es kann zu Verwechselungen mit europäischen Girlitz kommen, der jedoch weniger zitronengelb ist. Es ist ernsthaft zu empfehlen, den europäischen, wie auch den korsischen Girlitz jeweils artenrein zu züchten! Wie auch bei vielen anderen Serinus- und Carduelidenarten haben die Jungen ein gestreiftes Aussehen. Jungen Männchen haben einen grünolivfarbigen Bauch.

Details

Die Unterschiede zwischen dem europäischen und dem korsischen Girlitz ist jedoch der Besitz von mehr Gelb, ebenfalls der braune, gestreifte Rücken des korsischen Girlitzes. Ringgröße in Belgien 2,3 mm, in den Niederlanden und Deutschland 2,5 mm. Der korsische Girlitz scheint bei Volierenhaltung ein widerstandsfähigerer Vogel zu sein, als der europäische Girlitz. Anzumerken ist noch, das beide in Europa vorkommenden Girlitzarten einen spitzeren und dunkleren Schnabel haben. Die Serinus Society arbeitet mit der Übersicht der Serinusarten von Dr. James F. Clements. Jorge Zamora und seine Mitarbeiter - deren Erkenntnisse sich auf DNA Untersuchungen stützen - besagen in Ihren 2006 publizierten Veröffentlichungen, das beide frühen Vorfahren, sowohl des Zitronenzeisigs der Alpen, so wie auch des korsischen Zitronenzeisigs zur Klasse der Cardueliden gehören. Auf dieser Basis haben sie auch die europäischen Zitronenzeisige bei der Artengruppe der Cardueliden eingeteilt.

(28-12-2011)