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Brauengirlitz, Miombogirlitz

Serinus gularis (Crithagra gularis)

Verbreitungsgebiet und Biotope

Serinus gularis wird in verschiedenen getrennten Gebieten in der Natur in Afrika angetroffen. Ein großes Verbreitungsgebiet befindet sich im östlichen Teil von Südafrika. Kleinere Lebensgebiete sind auch im Westen und Osten von Zentralafrika. Durch die verschiedenen Gebiete, wo der Brauengirlitz vorkommt, ist kein charateristisches Biotop zu nennen. Im Allgemeinen ist das Vorkommen in Gegenden mit niedrigen Bäumen und Sträuchern bewachsene Flächen, Kulturland, Gärten mit Büschen, meist trockene, aber grüne Gebiete.

Größe: 13-16 cm

Geschlechtsunterschiede und Unterarten

Der geschlechtsspezifische Unterschied ist zum Teil abhängig von der Unterart und Herkunft und nicht immer eindeutig vom Erscheinungsbild her zu bestimmen. Bei den wenigen verfügbaren Fotos von Brutpaaren sieht man, das der männliche Vogel hellere weiße Augenbrauenstreifen hat, als das Weibchen und eine kontrastreichere schwarzbraune Kopffarbe. Es ist möglich, das die Streifung am Kinn beim Weibchen stärker hervortritt, als beim Männchen. Dieses Phänomen ist bei mehreren Serinusarten festzustellen.

Unterarten nach James F. Clements, Dezember 2010:
-Serinus gularis benguellensis: Teile von Angola und Sambia. Brauner und weniger gestreift auf dem Kopf.
-Serinus gularis canicapilla: Elfenbeinküste, Mali, Nigeria und Kamerun. Weißerer Halsbereich und weiße Augenbraunstreifen, die bis in den Nacken verlaufen.
-Serinus gularis elgonensis: Zaire, Uganda, Kenia und Zentralafrikanische Republik.
-Serinus gularis endemion: Transvaal, Swasiland, Kapprovinz südlich von Mozambik. Brauner als die Nominatform.
-Serinus gularis gularis: Transvaal, Botswana, Orange Freistaat, Kapprovinz (Nominatform)
-Serinus gularis mendosus: Botswana, Zimbawne, Mozambik. Mit 15-16cm der Größte, mit einem scharfen Schnabel und brauner Kopffarbe.
-Serinus gularis montanorum: Hochland von Nigeria und West-Kamerun.

Details

In wenigen Zuchtberichten wird vom plötzlichen aggressiven Verhalten, auch in Bezug auf nicht verwandte Arten berichtet. Ob dies typisch ist für den Brauengirlitz, ist nicht ganz klar. Der Gesang des Männchens klingt ähnlich dem des Gelbscheitelgirlitz (Serinus flaviventris) und läßt auch Verwandtschaft hören mit dem des Weißbürzelgirlitzes (Serinus leucopygius). Futter: Ein Saatengemisch für Stieglitze und Samenmischungen für Prachtfinken, lebende Insekten, Äpfel und Eifutter. Der Brauengirlitz soll mit dem Weißbindengirlitz verwechselt werden können, (Serinus leucopterus), doch Letzterer zeigt weniger offensichtliche Augenbrauenstreifen und die Maske ist schwärzer. Die Brutzeit in Europa soll nicht immer ins Frühjahr fallen. Wenn man das Männchen singen hört und Männchen und Weibchen viel Interesse aneinander zeigen, so ist dies ein Indiz dafür, das die Brauengirlitze in Brutstimmung sind.

(11-02-2012)